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  • #cordonhaus – Luftige Anspielung und kraftvolle Präsenz

    #cordonhaus – Luftige Anspielung und kraftvolle Präsenz

    Die beiden Positionen bildnerischer und skulpturaler Gestaltung der Künstler Johannes Felder und Jess Walter könnten kaum unterschiedlicher sein. In den Ausstellungsräumen des Städtischen Galerie Cordonhaus verbinden sie sich zu einem spannungsreichen Dialog zwischen luftiger Anspielung (Jess Walter) und kraftvoller Präsenz (Johannes Felder): Bis 21. Juni, Erfföffnung ist am 9. Mai, 19.00 Uhr.

    Während die großformatigen Tafelbilder von Johannes Felder (*1984) „zwischen Gegenständlichkeit und freier Interpretation changieren, eröffnen die Werke von Jess Walter (*1959) aus verschiedenen Blickwinkeln immer neue Assoziationen,“ erklärt die Leiterin der Städtischen Galerie Cordonhaus, Anjalie Chaubal. Sie bringt die beiden Künstler erstmals in einer Ausstellung zusammen.

    Faustisches auf Leinwand

    „Landschaften des radikal Inneren und des explosiv Weltäußeren zugleich“, schrieb jemand über die Arbeiten von Johannes Felder. Man muss sie gesehen haben, diese großformatigen, eruptiven Arbeiten, die etwas Faustisches in sich tragen. Sie scheinen sowohl Antwort aus auch Frage nach der Kraft zu sein, die „die Welt im Innersten zusammenhält“.

    Johannes Felders wuchtige Werke tragen Titel wie „Erhebung“ oder keine. Ihr mutiger, pastoser Farbauftrag setzt auf Fernwirkungen. Johannes Felder abstrahiert Landschaften aus Wäldern, Himmeln, Wolkenformationen und Meeren so, als entsprängen sie unserem Innersten. Die Ausstellung im Cordonhaus führt mitten hinein in das Schaffen des Nürnberger Künstlers.

    Spiel mit Formen

    Was wie eine schnell hingeworfene Zeichnung aussieht, ist bei Jess Walter sehr viel mehr. Der Künstler geht dem Zufall auf den Grund. Er fragt nach, zeichnet, kopiert und vergrößert. So findet sich eine Kritzelei, ein flüchtiges Zeichen als ausgearbeiteter Linoldruck in einer Monotypie wieder. In dieser Spannung zwischen spontanem Strich und aufwändiger künstlerischer Analyse liegt die Anziehungskraft der Arbeiten von Jess Walter. Das ursprüngliche Gekritzel geht in einem neuen Bildgefüge auf, das rahmenlos und frei an der Wand hängt, als wäre es gerade erst entstanden.

    Die Skulpturen von Jess Walter leben von den unterschiedlichen Werkstoffen, die zu spannungsvollen Kompositionen zusammengefügt sind und aus jeder Perspektive eine andere Botschaft vermitteln.

    Jess Walter studierte an der Akademie der Schönen Künste in München unter anderen bei Prof. Daniel Spörri. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und hat international ausgestellt.

    Vitae der Künstler

    Johannes Felder *1984 in Starnberg

    2004 Abitur in Lindau, 2006 – 2010 Studium der Freien Malerei an der A. d. b. K. Nürnberg bei Prof. Peter Angermann, 2010 OFAJ Auslandsstipendium an der Ecole Supérieure des Arts Décoratifs de Strasbourg, 2011-2012 Studium der Freien Kunst an der A. d. b. K Nürnberg bei Prof. Michael Hakimi, 2012 Studienabschluss, 2014 Gründung TUCANfilm, 2016 Co-Kurator der Ausstellung „Möglichkeiten einer Insel“ im Stadtmuseum Lindau, 2013 – 2016 Atelierförderung der Stadt Nürnberg,
    2017 Co-Kurator der Ausstellungsreihe „Zum Greifen nah“ (Cheb, Kvilda, Pilsen), Tschechien, 2022 Co-Kurator DesignArtWalk, Nürnberg

    Stipendien | Preise

    2020 Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten, 2013 – 2021 Atelierförderung der Stadt Nürnberg 2018, 2018 Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten, 1. Preis, 2018 Nominierung für den Förderpreis Malerei der IBK, 2017 Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten, 2013 Artist in Residence – Centrum umeni Kvilda, 2012 Start point prize, Tschechien, 2012 Preisgeld-Kunstwettbewerb Blaue Nacht Nürnberg,
    2011 3. Akademiepreis, Jahresausstellung der A.d.b.K Nürnberg, 2009 Ernennung zum Meisterschüler, 2009 Klassenpreis 2009, 2009 Bildveröffentlichung im Lfa-Kunstkalender, 2008 Oskar-Karl-Forster-Stipendium

    Ausstellungen (Auswahl) – (E) Einzelausstellung, (G) Gruppenausstellung

    Nov 2022 Neuer Kunstverein, Regensburg (E), August 2022 Ansbach contemporary, Ansbach (G), 2022 4 filmische Portraits, Filmscreenings, Augustinerhof, Nürnberg (E), 2022 INFARGO, Galeriehaus Nord, Nürnberg (E), 2021 DesignArtWalk, Auktionshaus Bonhams, München (G), 2021Wintersalon, Galeriehaus Nord, Nürnberg (G), 2021Annex – Konnex, E & B, Nürnberg (G), 2021 Bernsteinzimmer – Endlich gefunden, Kunstvilla, Nürnberg (G), 2021COOP-Kunst ist täglicher Bedarf, Sommerausstellung Galeriehaus Defet, Nürnberg (G), 2020 Soft Open House, Galeriehaus Defet, Nürnberg (G), 2020 Egokabinettscheibe, Schaufenster c/o Atelier Sohler, Fürth (E), 2020Verena Waffek – Die Zukunft gehört mir, da ich an die Schönheit meiner Träume glaube: feat. Johannes Felder, 2020 75 Blue spots, Galeriehaus Defet, Nürnberg(G), 2020 NN-Kunstpreis, Kunsthaus, Nürnberg (G),
    2020 Beste Gäste, Kreisgalerie, Nürnberg(G), 2020 KUNST-Anschlag, Malerei auf Plakatwände der Stadtreklame, Nürnberg (E), 2020 Spiegelflut, Galerie Bernsteinzimmer, Nürnberg (E), 2019 Gastspiel, Fürther Ateliertage – Atelier Durner, Fürth (G), 2019 OffenAufAEG – Werkschau, ehemaliges AEG-Gelände, Nürnberg (G), 2019 Longieren im Hibiskusgarten, Kunsthaus Reitbahn 3, Ansbach (E), 2019 Annex-Konnex, Salon H, München (E)

    Jess Walter *1959 in Ornbau

    1959 geboren in Ornbau, 1979 – 1985 Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Gerd Dengler und Prof. Daniel Spoerri,
    1983 Meisterschüler bei Prof. Daniel Spoerri, 1989 Postgraduiertenstipendium für das Projekt „Mythos und Realität des Wilden Westens“, dreimonatige Amerikareise,
    1992 Projektstipendium der Stadt München, 1993 Arbeitsaufenthalt in Chicago/USA,
    1996 Mathias-Pschorr-Stipendium

    Gruppenausstellungen

    1983 1. Rischart Preis, Ausstellung der Preisträger in der Galerie Dany Keller, München, 1990 „Fünf Mal Malen“, Künstlerwerkstatt Lothringerstraße 13, München (Katalog), 1990 „Salute“, Künstlerwerkstatt Lothringerstr.13, München (Katalog)
    1992 „Ohne Rahmen – unframed“, Rathaushalle, München, machine shop Gallery, Cincinnati, USA (Katalog), 1992 Verein für Originalradierung, München, 1992 Oscar Friedl Gallery – Goethe Institut , Chicago, USA, 1993 Michael Lord Gallery, Milwaukee, USA, 1995 Kunstpreis Südwest LB, Stuttgart/Mannheim (Katalog), 1996 „Das Schweigen im Walde“, kunsthaus kaufbeuren (Katalog), 1996 „Gelbe Seiten … HOCHTIEF“, eine Gemeinschaftsarbeit mit E. Lorenz, Pasinger Fabrik, München (Katalog), 1999 uneasy pieces, Galerie der Künstler München, 2002 Große Kunstausstellung Haus der Kunst, München, 2004 artothek, München, 2005 Aronoff Center for the Arts, Cincinnati, USA, 2005 Neue Holzschnitte der Xylon aus Deutschland, Österreich und Schweiz, Reutlingen, Winterthur, St. Pölten, 2007/08 Neue Arbeiten der Xylon Deutschland, Städtische Galerie Reutlingen, Neue Galerie Chemnitz, 2008 Galerie, Bezirk Oberbayern, München (Katalog), 2008 Synaptische Felder, Kunstverein Ebersberg, 2011 Mensch! Ludwig, Schloss Hartmannsdorf
    2012 Schloss Dachau, 2015 Jahresgaben, Kunstverein München
    2018 Blickfang, Kunsthaus Kaufbeuren

    Einzelausstellungen

    1985 Bilder und Zeichnungen, 1983 – 1985 Akademie der Bildenden Künste München, 1987 Galleria Gabriele Fasolino, Turin, Italien, 1988 Debutanten, Galerie der Künstler, München (Katalog), 1990 AkademieGalerie, München (Katalog), 1991 Artothek, München, 1992 Karlshalle, Ansbach, 1996 D.P. Druck und Publikations GmbH, München, 1997 Galerie Wolfgang Werth, Düsseldorf, 1997 Stadtmuseum Delmenhorst (Katalog), 1998 Galerie im Rathaus, München, 1999 „Villa Shatterhand“, Kunst im Regenbogenstadl, Polling (Katalog), 1999 Aronoff Center for the Arts, Cincinnati, USA, 1999 „Sissi“,Haus der Kulturen, Waldkraiburg (Katalog)
    2000 Galerie Marquardt, München, 2000 Southern Ohio Museum, Portsmouth, USA
    2000 Städtisches Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen (Katalog), 2000 Galerie Jarmuschek und Partner, Berlin (Katalog), 2001 Maximiliansforum, München
    2001 Zimmergalerie, C.P. Schneider, Frankfurt, 2003 Himmelfahrtskirche, München
    2004 Stadtmuseum, Gunzenhausen, 2006 Kunsthaus Reitbahn3, Ansbach, 2013 Galerie March contemporary , München, 2016 Platform München

    Meinen Pressetext und weiter Bilder finden Sie hier – https://www.cham.de/kultur-freizeit/galerien-museen/staedt-galerie-cordonhaus/presse/johannes-felder-jess-walter
    Ich danke Galerieleiterin Anjalie Chaubal für die Zusammenarbeit.

    Beitragsfoto: Städtische Galerie Cordonhaus Cham

    Bildunterschriften:

    • Johannes Felder mit seinen groß- und kleinformatigen Öl- auf Leinwandarbeiten im CordonhausJohannes Felder, Erhebung, 2025, Öl auf Leinwand, 24 x 18 cm
    • Jess Walter, „Hoppelpoppel 13“, 2024, 70 x 50 cm Monotypie, Öl auf Papier
    • Jess Walter, Öl auf Bambus, 2024