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  • #cordonhaus – Zeit wahrnehmen mit Time Tapestry

    #cordonhaus – Zeit wahrnehmen mit Time Tapestry

    „Time Tapestry“ ist eine Ausstellung in der Städtischen Galerie Cordonhaus – bis zum 8. November 2026. Die Arbeiten von Anke Völk, Tobias Buckel und Gabriel Vormstein sensibilisieren für Zeit, Wahrnehmung und Veränderung.

    „Time Tapestry“ – Tun wir einmal so, als wäre Zeit ein Gewebe und wir könnten alles mögliche mit ihr anstellen. Sie würde nicht nur vergehen, vielmehr könnten wir sie nach Herzenslust gestalten, ihrem Sinn nachgehen und anderen mitteilen, was sie uns erzählt. Das wäre ganz anders, als die Kommunikation in Posts mit Emojis, die aus uns 0/8/15-Kommunikatorinnen und Kommunikatoren gemacht hat, die mit den immer gleichen Zeichen zunehmend gleiche Zustandsbeschreibungen in ihre Blasen posuanen. In ihren Werken für „Time Tapestry“ gehen Anke Völk, Tobias Buckel und Gabriel Vormstein bildnerisch dem Phänomen Zeit nach.

    „Wie lange dauert es, wenn Anke Völk ihre großformatigen Arbeiten gestaltet,“ fragt eine Besucherin. Anke Völk, Tobias Buckel und Gabriel Vormstein versetzen uns in einen vordigitalen Zustand und treffen dabei ins Schwarze der Gegenwart.

    Gabriel Vormstein grundiert mehrere Lagen Zeitung mit weißer Farbe, bis nur noch wenig Druckerschwärze durchschimmert. So schafft er Raum für Neues, Leere und Zeit. Tobias Buckel gestaltet durchscheinende Räume und schafft so eine neue Qualität der Begegnung.

    Das ist mein Pressetext zur Ausstellung:

    Zeit oder: Die Kunst der Wahrnehmung
    Time Tapestry: Künstler*innen verwandeln das Cordonhaus

    CHAM. Die Ausstellung „Time Tapestry“ sensibilisiert für Zeit, Wahrnehmung und Veränderung. Anke Völk, Tobias Buckel und Gabriel Vormstein entwickeln mit ihren Werken neue Varianten der Annäherung an den Wandel und der Wahrnehmung von Langsamkeit. – Kuratiert wurde die Herbstausstellung von Galerieleiterin Anjalie ist bis zum 8. November in der Städtischen Galerie Cordonhaus zu sehen.

    Malerei, Installation und Intervention der drei Kunstschaffenden Anke Völk, Tobias Buckel und Gabriel Vormstein präsentieren Wirklichkeit wie in Zeitlupe. Wer sich Zeit nimmt, erfährt wie Vergangenes in die Gegenwart hineinschimmert und sich das Gegenwärtige als unmittelbare Erfahrung entfaltet.

    Unmittelbar physische Begegnung

    Die Arbeiten dieser Ausstellung schärfen den Blick, fordern ihn heraus und widersetzen sich der permanenten Zirkulation virtueller Bilder. Anke Völk, Tobias Buckel und Gabriel Vormstein setzen auf die unmittelbar physische Begegnung mit Grafik, Malerei, Installation und räumlicher Interventionen.

    Jede dieser Arbeiten tritt dabei in Beziehung zur übergreifenden Installation „Time Tapestry“, die eigens für die Räume der Städtischen Galerie Cordonhaus entwickelt wurde. So wird das Cordonhaus selbst nicht nur zum Ausstellungsort, sondern auch zum Bestandteil der künstlerischen Erfahrung.

    Malerei als räumliches Ereignis

    Anke Völk untersucht die Beziehung von Farbe, Fläche, Material und Raum. Ihre Malerei bewegt sich zwischen abstrakter Ordnung und körperhafter Präsenz. Farbschichten, Strukturen und malerische Gesten verdichten sich zu abstrakten Bildgefügen, die über den Malgrund hinausreichen und als räumliches Ereignis erlebbar werden.

    Chiffren für das Vergängliche

    Gabriel Vormsteins Kunst macht das Vergängliche als Materialspur sichtbar. Der Künstler verbindet Malerei, Collage und Assemblage. Er arbeitet mit Zeitungen und Fundstücken aus Holz oder aus der Natur.

    Das Zeitungspapier verweist auf Nachrichten und Ereignisse, die bereits vergangen sind. Äste und andere Naturmaterialien tragen die Spuren von Wachstum, Bruch und Verfall in sich. In Vormsteins Arbeiten werden diese Materialien zu fragilen Chiffren für das Vergängliche.

    Bildraum wird Erfahrungsraum

    Tobias Buckels Arbeiten konstituieren sich erst im Auge des Betrachters. Seine gemalten Räume erzeugen Situationen, in denen Orientierung nicht selbstverständlich ist. Zwischen Bildoberfläche, räumlicher Illusion und Vorstellungskraft entstehen offene Wahrnehmungsräume.

    Erst das intensive Zusammenspiel von Blick und Imagination vermittelt zwischen den verschiedenen Ebenen. So wird der Bildraum in Tobias Buckels Arbeiten zum Erfahrungsraum: Er fordert den Blick heraus und lässt Wirklichkeit als etwas Bewegliches und immer wieder neu zu Erschließendes erscheinen.

    Time Tapestry verbindet drei eigenständige künstlerische Positionen zu einem vielschichtigen Dialog. Gemeinsam ist ihnen das Interesse an Übergängen: zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Bild und Raum, Ordnung und Auflösung, Dauer und Vergänglichkeit.

    Im besten Fall geschähe das in Malerei, Skulptur und Intervention.

  • Geschützt: #lebensgeschichten – Roter Klang, eine Collage von Lena Bosch

    Geschützt: #lebensgeschichten – Roter Klang, eine Collage von Lena Bosch

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  • #donumenta – heißes Pflaster – brennende Wälder

    #donumenta – heißes Pflaster – brennende Wälder

    An den Scheiben des donumenta-Kunst-Kubus kleben und am Boden liegen Erinnerungen an frühere Zeiten. Postkartenidyllen rufen Urlaub, Ferien und Kindheit ins Gedächtnis. Sie zeigen Seen, grüne Wiesen und Flüsse – Bilder von Sommer und nicht enden wollender Tage vermitteln vermeintliche Unbeschwertheit. An den gleichen Scheiben wehen mit Kreuzstich bestickte Leintücher, bedruckt mit Fotografien verbrannter Wälder. In Rot auf Rauchschwarz heißt es da „Last Days“.

    Die Installation „Last Days“ des Münchner Künstlerduos Mauricio Hölzemann und Pierre-Yves Delannoy ist Teil des donumenta Projekts Climart – Artists for a Resilient Future. Sie ist noch bis Ende September am Vorplatz der Regensburg Arcaden zu sehen und entfaltet sich in mindestens zwei Bild- und Bedeutungsebenen:

    Das Werk von Mauricio Hölzemann und Pierre-Yves Delannoy spielt mit der Form des familiären Erinnerungsstücks. Die Leintücher erinnern an Bettwäsche, wie sie in Familien weitergegeben wird. Mit ihrer Stickerei greifen sie eine traditionelle, fast intime Bildsprache auf. Doch anstelle der typischen Monogramme erscheint der Titel des Werks selbst „Last Days“. Einmal erscheint er in einer verpixelten Schrift, die an ein „Game Over“ denken lässt, und gegenüber in einer romantisch anmutenden Disney-Schrift.

    Wie im Sommerwind bewegen sich die Tücher im Raum und wirken dabei zugleich verführerisch und unruhig. Sie rufen Assoziationen von Leichtigkeit, Luft und Sommer hervor und verweisen doch auf Hitze, Waldbrandgefahr und die fragile Zukunft unserer Landschaften. So verbindet „Last Days“ persönliche Erinnerung mit einer kollektiven Gegenwartserfahrung. Die Installation fragt, was verschwindet, was wir bewahren und welche Bilder von Natur, Verlust und Hoffnung wir an kommende Generationen weitergeben können.

    „Der Wald brennt und diese Postkartenidyllen stehen im Widerspruch dazu. Doch zeigt unsere Installation noch weitere Widersprüche. Der Ventilator schafft das romantische Bild der im Sommerwind wehenden Bettlaken, ein Luftzug, der den Waldbrand immer wieder von Neuem entfacht. – Und das alles auf dem heißen Platz hier vor der Shopping Mall, auf dem weit und breit kein einziger Baum zu sehen ist …“ Maurizio Hölzemann und Pierre-Yves Delannoy

    „Danke für diese großartig poetische Begegnung mit der Wirklichkeit, die uns in Form des Klimawandels bedroht.“ Regina Hellwig-Schmid, Kuratorin

  • #lebensgeschichten –Website für eine Deutschklasse

    #lebensgeschichten –Website für eine Deutschklasse

    Die Deutschklasse an der Berufsschule Schwandorf DKBSB hat im Unterricht eine Website erarbeitet. Jetzt ist sie online! Viel Spaß bei der Begegnung mit Schülerinnen und Schülern aus Bulgarien, Somalia, der Ukraine, Syrien und vielen anderen Ländern. Danke Awa, Absatu, Dimitar, Mouhammed, Semi, Lorena, Mohammed. Alimamy, Plamen, Oleksander und Viktoriia für https://dassindwir.org/

  • #donumenta – surrealer Kiosk nach der Flut

    #donumenta – surrealer Kiosk nach der Flut

    Hitze, Starkregen, Überschwemmung. Dieses dystopische Bild eines Kiosks ist das Werk der Münchner Künstlerin Gabi Blum im donumenta-Projekt Climart – Artists for a Resilient Future. Am Donaumarkt zeigt diese Intervention unter anderem eine Hochwassermarke von 2029 und ein handgeschriebenes Schild mit der Aufschrift „Komme gleich wieder“.

    2029 – das könnte ebenso in der Vergangenheit wie in der Zukunft sein und ist doch hochaktuell. Die Erderwärmung führt zu einem beschleunigten Anstieg des Meeresspiegels. Küsten erodieren. Höhere Pegel führen zu Sturmfluten, die Sediment abtragen, Strände verkleinern, Kiosks, Bars und Hotels mit Schlamm überziehen.

    Dieser surreale Kiosk von Gabi Blum trägt den Titel Platzhalter/Front Row. Wie ein Memento mori steht er in Regensburg an einem Ort, an dem täglich Hunderte von Touristen ihre Besichtigungstour in der Weltkulturerbestadt beginnen. Im mobilen Kunst-Kubus, dem donumenta ART LAB on the Move, denkt die Künstlerin über die Auswirkungen des Tourismus nach, fragt wie nachhaltig das ist und warum der Markt ständig mit neuen Waren und Events geflutet wird. Die Künstlerin thematisiert, was in der Öffentlichkeit wenig Gehör finden. „NO – Nein“ blinkt rot ihr surrealer Souvenir Shop, der – außer Betrieb und ziemlich heruntergekommen – gleichermaßen aus der Vergangenheit und Zukunft kommen könnte. Hier gibt es keine Antworten, keine Informationen, keine Souvenirs und keine kalten Getränke.

    Noch bis Mitte Juli am Donaumarkt in Regensburg.

    Foto: Christina Vollath

  • #cordonhaus – die gebaute Welt im Visier von Roland Boden

    #cordonhaus – die gebaute Welt im Visier von Roland Boden

    Malerei und Objekte von Roland Boden zeigt die städtische Galerie Cordonhaus in Cham noch bis zum 9. August 2026 unter dem Titel „Festkörperbetrachtungen“. Die Arbeiten des Berliner Künstlers bewegen sich zwischen Konstruktion und Imagination. Sie eröffnen Bildwelten, die vertraut wirken und zugleich über die eigene Vorstellungskraft hinausweisen. Sie reflektieren den Zustand der gebauten Welt.

    Mechanik und Ästhetik

    Der Titel „Festkörperbetrachtung“ klingt präzise und technisch – und verweist doch auf eine vielschichtige Bildsprache. In Bodens Arbeiten verschwimmen die Grenzen zwischen Realität, Modell und Fiktion. Seine Bildwelten speisen sich aus unterschiedlichen Erfahrungen. Einflüsse aus Militärdienst und Bauingenieurstudium verbinden sich zu neuen künstlerischen Konstruktionen.

    Absurde Architekturen

    Galerieleiterin Anjalie Chaubal beschreibt die Werke des Künstlers so: „In den Arbeiten von Roland Boden geht es um absurde Architekturen, metaphysische Modelle und surreale Maschinen, die zwischen Vergangenheit und Zukunft angesiedelt sind.“ Tatsächlich verknüpft Boden Elemente aus Technik, Militärgeschichte, avantgardistischer urbaner Planung, digitalen Bildwelten und Entwürfen aus der Renaissance zu Objekten einer imaginierten Gleichzeitigkeit.

    Analoge Unschärfe

    Computergenerierte Skizzen dienen als Vorlagen für eine Malerei, in der Schwarzweißtöne dominieren. Durch die malerische Umsetzung menschenleerer, teils absurder Architekturen entsteht eine eigentümliche Unschärfe – ein Schwebezustand zwischen Realität, Modell und Fiktion. So entsteht der Eindruck einer vom Menschen geschaffenen Welt, der zugleich jede menschliche Präsenz zu fehlen scheint.

    Roland Boden

    Geboren 1962 in Dresden, nach Abitur und Wehrdienst Studium des Bauingenieurwesens an der TU Dresden, 1992/94 Arbeitsstipendium der Stiftung Kulturfonds Berlin, 1994/95 Philipp-Morris-Stipendium für Malerei,1998 Arbeitsstipendium Ohio Arts Council, Cleveland/USA, 2000 Stipendium der Kulturstiftung Sachsen, 2002 Artist in Residence Stipendium IASKA Perth /Australien, 2003 Jahresstipendium Deutsche Akademie Villa Massimo Rom, 2004 Arbeitsaufenthalt in Buenos Aires/Argentinien, 2005 Artist in Residence APT Gallery London, 2009 Stipendium der Stiftung Kunstfonds Bonn, 2020 Falkenrot-Preis Berlin, 2020 Recherche-Stipendium des Berliner Senat, 2022 NEUSTART Projektförderung Modul C, 2022/23 Projektförderung Stiftung Kunstfonds Bonn „Pneumopteria“, zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland, Roland Boden lebt und arbeitet in Berlin.

  • #kulturwissen – Gedanken zum Rumpelstilzchen

    #kulturwissen – Gedanken zum Rumpelstilzchen

    Wenn die Worte „Stroh zu Gold“ fallen, ist das Märchen vom Rumpelstilzchen nicht weit. – Herzliche Einladung zu meinen Gedanken über einen tiefgründigen Erzählstoff, seine Varianten, Deutungen und seine Aktualität. – Am 17. Mai um 11.00 Uhr in der Minoritenkirche des Historischen Museums der Stadt Regensburg am Dachauplatz. Dort zeigt Regina Hellwig-Schmid noch bis zu diesem Tag ihre Rauminstallation „Stroh zu Gold“. Ich freue mich auf Sie.

  • #cordonhaus – Luftige Anspielung und kraftvolle Präsenz

    #cordonhaus – Luftige Anspielung und kraftvolle Präsenz

    Die beiden Positionen bildnerischer und skulpturaler Gestaltung der Künstler Johannes Felder und Jess Walter könnten kaum unterschiedlicher sein. In den Ausstellungsräumen des Städtischen Galerie Cordonhaus verbinden sie sich zu einem spannungsreichen Dialog zwischen luftiger Anspielung (Jess Walter) und kraftvoller Präsenz (Johannes Felder): Bis 21. Juni, Erfföffnung ist am 9. Mai, 19.00 Uhr.

    Während die großformatigen Tafelbilder von Johannes Felder (*1984) „zwischen Gegenständlichkeit und freier Interpretation changieren, eröffnen die Werke von Jess Walter (*1959) aus verschiedenen Blickwinkeln immer neue Assoziationen,“ erklärt die Leiterin der Städtischen Galerie Cordonhaus, Anjalie Chaubal. Sie bringt die beiden Künstler erstmals in einer Ausstellung zusammen.

    Faustisches auf Leinwand

    „Landschaften des radikal Inneren und des explosiv Weltäußeren zugleich“, schrieb jemand über die Arbeiten von Johannes Felder. Man muss sie gesehen haben, diese großformatigen, eruptiven Arbeiten, die etwas Faustisches in sich tragen. Sie scheinen sowohl Antwort aus auch Frage nach der Kraft zu sein, die „die Welt im Innersten zusammenhält“.

    Johannes Felders wuchtige Werke tragen Titel wie „Erhebung“ oder keine. Ihr mutiger, pastoser Farbauftrag setzt auf Fernwirkungen. Johannes Felder abstrahiert Landschaften aus Wäldern, Himmeln, Wolkenformationen und Meeren so, als entsprängen sie unserem Innersten. Die Ausstellung im Cordonhaus führt mitten hinein in das Schaffen des Nürnberger Künstlers.

    Spiel mit Formen

    Was wie eine schnell hingeworfene Zeichnung aussieht, ist bei Jess Walter sehr viel mehr. Der Künstler geht dem Zufall auf den Grund. Er fragt nach, zeichnet, kopiert und vergrößert. So findet sich eine Kritzelei, ein flüchtiges Zeichen als ausgearbeiteter Linoldruck in einer Monotypie wieder. In dieser Spannung zwischen spontanem Strich und aufwändiger künstlerischer Analyse liegt die Anziehungskraft der Arbeiten von Jess Walter. Das ursprüngliche Gekritzel geht in einem neuen Bildgefüge auf, das rahmenlos und frei an der Wand hängt, als wäre es gerade erst entstanden.

    Die Skulpturen von Jess Walter leben von den unterschiedlichen Werkstoffen, die zu spannungsvollen Kompositionen zusammengefügt sind und aus jeder Perspektive eine andere Botschaft vermitteln.

    Jess Walter studierte an der Akademie der Schönen Künste in München unter anderen bei Prof. Daniel Spörri. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und hat international ausgestellt.

    Vitae der Künstler

    Johannes Felder *1984 in Starnberg

    2004 Abitur in Lindau, 2006 – 2010 Studium der Freien Malerei an der A. d. b. K. Nürnberg bei Prof. Peter Angermann, 2010 OFAJ Auslandsstipendium an der Ecole Supérieure des Arts Décoratifs de Strasbourg, 2011-2012 Studium der Freien Kunst an der A. d. b. K Nürnberg bei Prof. Michael Hakimi, 2012 Studienabschluss, 2014 Gründung TUCANfilm, 2016 Co-Kurator der Ausstellung „Möglichkeiten einer Insel“ im Stadtmuseum Lindau, 2013 – 2016 Atelierförderung der Stadt Nürnberg,
    2017 Co-Kurator der Ausstellungsreihe „Zum Greifen nah“ (Cheb, Kvilda, Pilsen), Tschechien, 2022 Co-Kurator DesignArtWalk, Nürnberg

    Stipendien | Preise

    2020 Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten, 2013 – 2021 Atelierförderung der Stadt Nürnberg 2018, 2018 Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten, 1. Preis, 2018 Nominierung für den Förderpreis Malerei der IBK, 2017 Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten, 2013 Artist in Residence – Centrum umeni Kvilda, 2012 Start point prize, Tschechien, 2012 Preisgeld-Kunstwettbewerb Blaue Nacht Nürnberg,
    2011 3. Akademiepreis, Jahresausstellung der A.d.b.K Nürnberg, 2009 Ernennung zum Meisterschüler, 2009 Klassenpreis 2009, 2009 Bildveröffentlichung im Lfa-Kunstkalender, 2008 Oskar-Karl-Forster-Stipendium

    Ausstellungen (Auswahl) – (E) Einzelausstellung, (G) Gruppenausstellung

    Nov 2022 Neuer Kunstverein, Regensburg (E), August 2022 Ansbach contemporary, Ansbach (G), 2022 4 filmische Portraits, Filmscreenings, Augustinerhof, Nürnberg (E), 2022 INFARGO, Galeriehaus Nord, Nürnberg (E), 2021 DesignArtWalk, Auktionshaus Bonhams, München (G), 2021Wintersalon, Galeriehaus Nord, Nürnberg (G), 2021Annex – Konnex, E & B, Nürnberg (G), 2021 Bernsteinzimmer – Endlich gefunden, Kunstvilla, Nürnberg (G), 2021COOP-Kunst ist täglicher Bedarf, Sommerausstellung Galeriehaus Defet, Nürnberg (G), 2020 Soft Open House, Galeriehaus Defet, Nürnberg (G), 2020 Egokabinettscheibe, Schaufenster c/o Atelier Sohler, Fürth (E), 2020Verena Waffek – Die Zukunft gehört mir, da ich an die Schönheit meiner Träume glaube: feat. Johannes Felder, 2020 75 Blue spots, Galeriehaus Defet, Nürnberg(G), 2020 NN-Kunstpreis, Kunsthaus, Nürnberg (G),
    2020 Beste Gäste, Kreisgalerie, Nürnberg(G), 2020 KUNST-Anschlag, Malerei auf Plakatwände der Stadtreklame, Nürnberg (E), 2020 Spiegelflut, Galerie Bernsteinzimmer, Nürnberg (E), 2019 Gastspiel, Fürther Ateliertage – Atelier Durner, Fürth (G), 2019 OffenAufAEG – Werkschau, ehemaliges AEG-Gelände, Nürnberg (G), 2019 Longieren im Hibiskusgarten, Kunsthaus Reitbahn 3, Ansbach (E), 2019 Annex-Konnex, Salon H, München (E)

    Jess Walter *1959 in Ornbau

    1959 geboren in Ornbau, 1979 – 1985 Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Gerd Dengler und Prof. Daniel Spoerri,
    1983 Meisterschüler bei Prof. Daniel Spoerri, 1989 Postgraduiertenstipendium für das Projekt „Mythos und Realität des Wilden Westens“, dreimonatige Amerikareise,
    1992 Projektstipendium der Stadt München, 1993 Arbeitsaufenthalt in Chicago/USA,
    1996 Mathias-Pschorr-Stipendium

    Gruppenausstellungen

    1983 1. Rischart Preis, Ausstellung der Preisträger in der Galerie Dany Keller, München, 1990 „Fünf Mal Malen“, Künstlerwerkstatt Lothringerstraße 13, München (Katalog), 1990 „Salute“, Künstlerwerkstatt Lothringerstr.13, München (Katalog)
    1992 „Ohne Rahmen – unframed“, Rathaushalle, München, machine shop Gallery, Cincinnati, USA (Katalog), 1992 Verein für Originalradierung, München, 1992 Oscar Friedl Gallery – Goethe Institut , Chicago, USA, 1993 Michael Lord Gallery, Milwaukee, USA, 1995 Kunstpreis Südwest LB, Stuttgart/Mannheim (Katalog), 1996 „Das Schweigen im Walde“, kunsthaus kaufbeuren (Katalog), 1996 „Gelbe Seiten … HOCHTIEF“, eine Gemeinschaftsarbeit mit E. Lorenz, Pasinger Fabrik, München (Katalog), 1999 uneasy pieces, Galerie der Künstler München, 2002 Große Kunstausstellung Haus der Kunst, München, 2004 artothek, München, 2005 Aronoff Center for the Arts, Cincinnati, USA, 2005 Neue Holzschnitte der Xylon aus Deutschland, Österreich und Schweiz, Reutlingen, Winterthur, St. Pölten, 2007/08 Neue Arbeiten der Xylon Deutschland, Städtische Galerie Reutlingen, Neue Galerie Chemnitz, 2008 Galerie, Bezirk Oberbayern, München (Katalog), 2008 Synaptische Felder, Kunstverein Ebersberg, 2011 Mensch! Ludwig, Schloss Hartmannsdorf
    2012 Schloss Dachau, 2015 Jahresgaben, Kunstverein München
    2018 Blickfang, Kunsthaus Kaufbeuren

    Einzelausstellungen

    1985 Bilder und Zeichnungen, 1983 – 1985 Akademie der Bildenden Künste München, 1987 Galleria Gabriele Fasolino, Turin, Italien, 1988 Debutanten, Galerie der Künstler, München (Katalog), 1990 AkademieGalerie, München (Katalog), 1991 Artothek, München, 1992 Karlshalle, Ansbach, 1996 D.P. Druck und Publikations GmbH, München, 1997 Galerie Wolfgang Werth, Düsseldorf, 1997 Stadtmuseum Delmenhorst (Katalog), 1998 Galerie im Rathaus, München, 1999 „Villa Shatterhand“, Kunst im Regenbogenstadl, Polling (Katalog), 1999 Aronoff Center for the Arts, Cincinnati, USA, 1999 „Sissi“,Haus der Kulturen, Waldkraiburg (Katalog)
    2000 Galerie Marquardt, München, 2000 Southern Ohio Museum, Portsmouth, USA
    2000 Städtisches Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen (Katalog), 2000 Galerie Jarmuschek und Partner, Berlin (Katalog), 2001 Maximiliansforum, München
    2001 Zimmergalerie, C.P. Schneider, Frankfurt, 2003 Himmelfahrtskirche, München
    2004 Stadtmuseum, Gunzenhausen, 2006 Kunsthaus Reitbahn3, Ansbach, 2013 Galerie March contemporary , München, 2016 Platform München

    Meinen Pressetext und weiter Bilder finden Sie hier – https://www.cham.de/kultur-freizeit/galerien-museen/staedt-galerie-cordonhaus/presse/johannes-felder-jess-walter
    Ich danke Galerieleiterin Anjalie Chaubal für die Zusammenarbeit.

    Beitragsfoto: Städtische Galerie Cordonhaus Cham

    Bildunterschriften:

    • Johannes Felder mit seinen groß- und kleinformatigen Öl- auf Leinwandarbeiten im CordonhausJohannes Felder, Erhebung, 2025, Öl auf Leinwand, 24 x 18 cm
    • Jess Walter, „Hoppelpoppel 13“, 2024, 70 x 50 cm Monotypie, Öl auf Papier
    • Jess Walter, Öl auf Bambus, 2024 
  • #lebensgeschichten – Stroh zu Gold oder: Der Wert des Alltäglichen

    #lebensgeschichten – Stroh zu Gold oder: Der Wert des Alltäglichen

    Der Blick fällt durch die Glastür in die profanierte Minoritenkirche im Historischen Museum Regensburg. Myriaden von Halmen schimmern goldgelb im Licht dieses Sonntags Ende März: „Stroh zu Gold“ ist eine Installation von Regina Hellwig-Schmid – zu sehen bis 17. Mai 2026.

    Im Innern der Kirche liegt der Geruch gedroschenen Strohs. Zwischen vier tragenden Säulen erhebt sich eine fünf Meter hohe, himmelstrebende Skulptur. Erst bei näherem Hinsehen werden einzelne vergoldete Halme sichtbar, deren Reflexe die überwältigende Ansammlung von kurzen und langen Stängeln zum Leuchten bringen.

    Künstlerin kuratiert Dialog

    Die Künstlerin Regina Hellwig-Schmid hat dieses bewegende Bild ersonnen. Seine besondere Spannung bezieht das Werk aus der Präsentation des scheinbar Wertlosen in der sakralen Architektur der historischen Klosterkirche. Zwischen ideeller und materieller Verheißung changierend, kuratiert die Künstlerin mit jeder Handvoll Stroh und jedem einzelnen aufwändig vergoldeten Halm den weitreichenden Dialog über zentrale Begriffe unseres Daseins. Mit „Stroh zu Gold“ visualisiert Regina Hellwig-Schmid ihr Lebensthema. Sie eröffnet Gespräche über Wert, Reichtum und die Sinnhaftigkeit menschlichen Strebens.

    Anlässlich der Eröffnung der Ausstellung Ende März verknüpft Prof. Dr. Christiane Heibach, Professorin für Medienästhetik an der Universität Regensburg, die Arbeit von Regina Hellwig-Schmid mit dem „Rumpelstilzchen“ der Gebrüder Grimm. Im Märchen behauptet der Müller, seine Tochter könne Stroh zu Gold spinnen, damit der König sie zur Frau nehme.

    Das Rumpelstilzchen – Eine Analyse

    Heibachs Analyse arbeitet die unterschiedlichen Wertesysteme im Märchen heraus. Macht, Gier, Lüge und Manipulation seien in diesem Zusammenhang die wesentlichen Koordinaten – und Dummheit. Die Wissenschaftlerin fragt sich, was das für ein König sei, „der sich gar nicht wundert, warum der Müller so arm ist, obwohl seine Tochter Stroh zu Gold spinnen kann.“ Sie erinnert daran, dass Märchen nie von der Vergangenheit erzählen, sondern stets von der Gegenwart, in der sie abgerufen werden. Die Wertesysteme im Märchen prallen aufeinander und zerbrechen. Der Tauschhandel – Materielles gegen Liebe, gesponnenes Gold gegen das erstgeborene Kind der Königin gewordenen Müllerstochter – geht nicht auf. „Ach wie gut, dass niemand weiß …“: Rumpelstilzchen ist sich seiner Sache allzu sicher und rechnet nicht damit, dass es sich verrät und damit den Handel untergräbt. Doch genau das geschieht. Aus Wut über sich selbst reißt es sich mitten entzwei. 

    Christiane Heibach: Kunstwerk sucht Verbindung

    Auch wenn das Motiv „Stroh zu Gold“ dem Märchen entlehnt ist, steckt in der übergroßen Pyramide aus Stroh eine andere Wahrheit. Während sich die Verwandlung von Stroh zu Gold in der Nacherzählung der Gebrüder Grimm „schnurr, schnurr“ innerhalb kürzester Zeit vollzieht, um die unstillbare Gier des Königs zu bedienen, spricht aus der Arbeit von Regina Hellwig-Schmid die Intensität von Arbeit, Geduld und Zuwendung. Die Künstlerin nähert die Wertesysteme des Materiellen ebenso wie des Emotionalen in der unendlichen Beschäftigung mit dem Material und der sparsamen Setzung der aufwändig mit Blattgold umhüllten Halme einander an. Im unteren Teil der Strohpyramide befinden sich nur wenige goldene Halme, oben sind es mehr. In fünf Metern Höhe sind sie kaum erreichbar, aber sie existieren.

    Regina Hellwig-Schmid schafft Werte, „auch wenn es unendlich viel Arbeit macht“. Die Künstlerin wisse, dass sie es nie schafft, „den ganzen Strohhaufen zu verwandeln“ resümiert Prof. Dr. Christiane Heibach. So gelingt die Annäherung von Wertlosem und Wertvollem: „Das Gold verschmilzt mit dem Stroh“ zu einer großartigen Verbindung. Im Kunstwerk wird das scheinbar Alltägliche aufgewertet – und der Blick auf die Wirklichkeit verändert sich.  

    Hier finden Sie meinen Pressetext zur Ausstellung mit Informationen zum Begleitprogramm. – Ich danke der Künstlerin Regina Hellwig-Schmid und der Stadt Regensburg für die Zusammenarbeit. 

    PRESSEMITTEILUNG
    mit der freundlichen Bitte um Veröffentlichung

    Stroh zu Gold: Wert – Reichtum – Sinn

    Rauminstallation und Performances der Regensburger Kulturpreisträgerin Regina Hellwig-Schmid in der Minoritenkirche

    REGENSBURG.Was macht eine Sache wertvoll? Ist es das Material, die Arbeit, die darin steckt oder der Wert, den wir ihr zuschreiben. „Stroh zu Gold“ nennt die Künstlerin Regina Hellwig-Schmid ihre Rauminstallation in der Minoritenkirche im Historischen Museum. Sie wird am 29. März mit einer Performance der Künstlerin eröffnet.

    Im Inneren der Regensburger Minoritenkirche leuchtet es golden. Es riecht nach Stroh. Die Künstlerin Regina Hellwig-Schmid verwandelt Stroh zu Gold. Im sakralen Raum changiert ihr Werk zwischen ideeller und materieller Verheißung. In Installation und Performance hinterfragt sie Wert, Reichtum und Sinn. Hellwig-Schmid eröffnet so einen weitreichenden Dialog.

    Während der Laufzeit der Ausstellung (30. März bis 17. Mai 2026, Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10:00 bis 16:00 Uhr) finden jeweils an den Sonntagen Gespräche statt, die den wirtschaftlichen, ernährungsbezogenen, kunsthistorischen, philosophischen, religiösen und mythischen Kontext ausleuchten.

    Was ist wertvoll?
    Besucherinnen und Besucher erwartet eine überwältigende Skulptur aus Stroh. Wer genau hinschaut, erkennt einzelne goldene Halme. – Stroh ist ein weitgehend wertloses Nebenprodukt aus der Landwirtschaft. Gleichzeitig präsentieren sich Teile der Installation von Regina Hellwig-Schmid als eines der wertvollsten und begehrenswertesten Materialien – Gold. Während die Krisen und Kriege rund um den Erdball bedrohlich näher rücken, schießt der Goldpreis durch die Decke. Doch was macht seinen Wert aus? Was ist wertvoll? Hat nicht König Midas im antiken Epos die Ambivalenz des Goldes eindrucksvoll vorgeführt? Oder Rumpelstilzchen im Grimm’schen Märchen?

    Der Schatz der Bettelmönche
    Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt sich Regina Hellwig-Schmid mit dem vielgestaltigen Thema „Stroh zu Gold“. Im Museum der Arbeit in Hamburg zeigte sie 2006 eine Schatztruhe, aus der statt Gold Stroh quoll. Jetzt gewinnt das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven an Dimension und Sinnhaftigkeit. Im sakralen Raum der ehemaligen Bettelordenskirche der Minoriten bewegt sich die Bildsprache der Künstlerin zwischen materieller und ideeller Verheißung.

    Lebensthema der Künstlerin
    „Stroh zu Gold“ avancierte zum Lebensthema der Künstlerin, wurde zur Allegorie für das eigene Tun. Stroh steht für Ernte, Nahrung und Überleben, für Arbeit und Kreisläufe, für das Fundament menschlicher Kultur. Gold hingegen symbolisiert Macht, Transzendenz, Reichtum und göttliche Verheißung. „Gerade im Aufeinandertreffen beider Materialien wird sichtbar, dass Wert keine feste Größe ist, sondern eine Zuschreibung – ein kultureller, sozialer und ökonomischer Akt“, sagt Regina Hellwig-Schmid über ihre raumgreifende Installation aus Milliarden von Halmen. Ein Teil davon vergoldet.

    Regina Hellwig-Schmid – Vita
    Regina Hellwig-Schmid ist Künstlerin und Kuratorin. In den vergangenen Jahren überzeugte sie mit Ausstellungen (Auswahl) im Frauenmuseum Bonn, im Museum der Arbeit in Hamburg, bei den Kunstsammlungen Bistum Regensburg oder beim Europaparlament in Brüssel. Bis Ende Dezember 2025 war die von Regina Hellwig-Schmid co-kuratierte Ausstellung „Sheroes – Heldinnen“ (Positionen aus Südosteuropa) im Frauenmuseum in Bonn zu sehen. Regina Hellwig-Schmid lebt und arbeitet in Regensburg. Sie ist Präsidentin des Künstlerverbunds im Haus der Kunst München e.V. sowie Gründerin des KunstKnoten e.V. und des donumenta e.V. für zeitgenössische Kunst. Hellwig-Schmid wurde mit dem Kulturpreis Bayern und dem Kulturpreis der Stadt Regensburg geehrt. Sie ist ausgezeichnet mit dem Preis Frau Europas der Europäischen Bewegung Deutschlands 2004 und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande.

    Sonntagsgespräche über Bedeutung und Wert

    „stroh zu gold“ berührt zahlreiche Sinnzusammenhänge. Ernährung, Existenz und Wert sind nur einige davon. Während der Laufzeit der Ausstellungen finden in der Minoritenkirche des Historischen Museums in Regensburg jeweils um 11.00 Uhr Gespräche statt. Referentinnen und Referenten geben Impulse für weiterführende Sonntagsgespräche – an einem Tisch.

    • Peter Geiger beginnt am Ostersonntag, den 5. April 2026 mit der Frage Was ist wertvoll – das Gold oder die Geschichten, die wir ihm zuschreiben?
    • Dr. Maria Baumann, Museumsleiterin und Diözesankonservatorin beim Bistum Regensburg, umreißt am 12. April 2026 das Thema Gold in der Kunst – Zeichen des Göttlichen.
    • Monika Reinecker vom Gut Aukofen bei Mintrachingspricht am 19. April 2026 über den Zusammenhang von Brot, Ernte, Leben – Ursprung allen Reichtums.
    • Susanne Niemannbringt am 26. April 2026 Psychologische Aspekte – Wert, Anerkennung und Selbstbild ins Gespräch.
    • Dr. Birgit Angerer, Kreisheimatpflegerin im Landkreis Schwandorf,konzentriert sich am 3. Mai 2026 auf Ethnologische Aspekte – Stroh im Alltag
    • Nach Gold und Glaube – Verheißung oder Versuchung? fragt am 10. Mai 2026 Hans Simon-Pelanda
    • Rumpelstilzchen – das Märchen steht bei Julia Weigl-Wagner am 17. Mai 2026 auf dem Programm.

    Fotos:

    „Stroh zu Gold“: Für ihre Installation bearbeitete Regina Hellwig-Schmid gewöhnliches Stroh. (Fotos: Dominik Hupf)

  • #cordonhaus – Kunst „spielend“ entdecken

    #cordonhaus – Kunst „spielend“ entdecken

    Ein Haus wird zum Donut, Farben beginnen zu tanzen. Die Ausstellung „spielend“ bringt den Frühling ins Cordonhaus.

    Die Malerin Petra Amerell und der Bildhauer Christian Heß verwandeln die Städtische Galerie Cordonhaus in Cham in eine Oase voller Farbe, Humor und Entdeckungen. Kuratiert von Anjalie Chaubal eröffnet die Ausstellung ab dem 8. März 2026 neue Perspektiven auf Farbe und Form.

    Bereits im Hof empfängt eine große Skulptur von Christian Heß das Publikum. Kraftvoll markiert sie den Eingang zum Kulturort. Im Inneren begegnen sich Amerells Malerei und die Skulpturen von Heß. Sie sprechen miteinander. Klare Farben, bewegte Formen und spielerische Anspielungen bringen frühlingshafte Leichtigkeit in die historischen Räume.

    Ein Profil und seine Transformationen

    Der Bildhauer Christian Heß arbeitet mit Beton und Gips und greift dabei etwa die einfache Grundform eines Hauses auf. Doch erfährt diese Form eine überraschende Transformation. So verwandelt sich ein Haus in einen Donut, die Silhouette des Wendelsteins zieht sich in die Länge. Die Arbeiten von Christian Heß verschieben vertraute Proportionen und öffnen den Blick für neue Zusammenhänge.

    Abstrakte Erzählungen

    Auch Petra Amerells Malerei lebt vom Experiment. Ihre Bilder entstehen prozesshaft, aus der Lust am Ausprobieren. Farben treten in Beziehung, verändern sich, beginnen zu schwingen. „Dann tanze ich so lange mit dem Bild, bis es fertig ist“, sagt die Künstlerin. Ihre Bilder sind starke abstrakte Erzählungen. Sie erinnern Besucherinnen und Besucher an irgendetwas. Finden Sie heraus, an was.

    Rikscha zur Kunst

    Zur Finissage am 3. Mai wartet noch eine besondere Perspektive auf das Publikum: Christian Heß chauffiert Besucherinnen und Besucher in einer Art Rikscha durch die Ausstellung. Während die Werke vorbeiziehen, entsteht ein ungewohnter Blick auf die Kunst – fast wie auf eine Landschaft.

    Genau hierin liegt der Zauber dieser Ausstellung: Kunst verliert jede Schwere. Formen dürfen sich verwandeln, Farben dürfen tanzen – und der Frühling spielt einfach mit.

    Fotos: Julia Weigl-Wagner

    Hier finden Sie meine Pressemitteilung für die Städtische Galerie Cordonhaus Cham.