#donumenta – surrealer Kiosk nach der Flut

Hitze, Starkregen, Überschwemmung. Dieses dystopische Bild eines Kiosks ist das Werk der Münchner Künstlerin Gabi Blum im donumenta-Projekt Climart – Artists for a Resilient Future. Am Donaumarkt zeigt diese Intervention unter anderem eine Hochwassermarke von 2029 und ein handgeschriebenes Schild mit der Aufschrift „Komme gleich wieder“.

2029 – das könnte ebenso in der Vergangenheit wie in der Zukunft sein und ist doch hochaktuell. Die Erderwärmung führt zu einem beschleunigten Anstieg des Meeresspiegels. Küsten erodieren. Höhere Pegel führen zu Sturmfluten, die Sediment abtragen, Strände verkleinern, Kiosks, Bars und Hotels mit Schlamm überziehen.

Dieser surreale Kiosk von Gabi Blum trägt den Titel Platzhalter/Front Row. Wie ein Memento mori steht er in Regensburg an einem Ort, an dem täglich Hunderte von Touristen ihre Besichtigungstour in der Weltkulturerbestadt beginnen. Im mobilen Kunst-Kubus, dem donumenta ART LAB on the Move, denkt die Künstlerin über die Auswirkungen des Tourismus nach, fragt wie nachhaltig das ist und warum der Markt ständig mit neuen Waren und Events geflutet wird. Die Künstlerin thematisiert, was in der Öffentlichkeit wenig Gehör finden. „NO – Nein“ blinkt rot ihr surrealer Souvenir Shop, der – außer Betrieb und ziemlich heruntergekommen – gleichermaßen aus der Vergangenheit und Zukunft kommen könnte. Hier gibt es keine Antworten, keine Informationen, keine Souvenirs und keine kalten Getränke.

Noch bis Mitte Juli am Donaumarkt in Regensburg.

Foto: Christina Vollath

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