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  • #cordonhaus – die gebaute Welt im Visier von Roland Boden

    #cordonhaus – die gebaute Welt im Visier von Roland Boden

    Malerei und Objekte von Roland Boden zeigt die städtische Galerie Cordonhaus in Cham noch bis zum 9. August 2026 unter dem Titel „Festkörperbetrachtungen“. Die Arbeiten des Berliner Künstlers bewegen sich zwischen Konstruktion und Imagination. Sie eröffnen Bildwelten, die vertraut wirken und zugleich über die eigene Vorstellungskraft hinausweisen. Sie reflektieren den Zustand der gebauten Welt.

    Mechanik und Ästhetik

    Der Titel „Festkörperbetrachtung“ klingt präzise und technisch – und verweist doch auf eine vielschichtige Bildsprache. In Bodens Arbeiten verschwimmen die Grenzen zwischen Realität, Modell und Fiktion. Seine Bildwelten speisen sich aus unterschiedlichen Erfahrungen. Einflüsse aus Militärdienst und Bauingenieurstudium verbinden sich zu neuen künstlerischen Konstruktionen.

    Absurde Architekturen

    Galerieleiterin Anjalie Chaubal beschreibt die Werke des Künstlers so: „In den Arbeiten von Roland Boden geht es um absurde Architekturen, metaphysische Modelle und surreale Maschinen, die zwischen Vergangenheit und Zukunft angesiedelt sind.“ Tatsächlich verknüpft Boden Elemente aus Technik, Militärgeschichte, avantgardistischer urbaner Planung, digitalen Bildwelten und Entwürfen aus der Renaissance zu Objekten einer imaginierten Gleichzeitigkeit.

    Analoge Unschärfe

    Computergenerierte Skizzen dienen als Vorlagen für eine Malerei, in der Schwarzweißtöne dominieren. Durch die malerische Umsetzung menschenleerer, teils absurder Architekturen entsteht eine eigentümliche Unschärfe – ein Schwebezustand zwischen Realität, Modell und Fiktion. So entsteht der Eindruck einer vom Menschen geschaffenen Welt, der zugleich jede menschliche Präsenz zu fehlen scheint.

    Roland Boden

    Geboren 1962 in Dresden, nach Abitur und Wehrdienst Studium des Bauingenieurwesens an der TU Dresden, 1992/94 Arbeitsstipendium der Stiftung Kulturfonds Berlin, 1994/95 Philipp-Morris-Stipendium für Malerei,1998 Arbeitsstipendium Ohio Arts Council, Cleveland/USA, 2000 Stipendium der Kulturstiftung Sachsen, 2002 Artist in Residence Stipendium IASKA Perth /Australien, 2003 Jahresstipendium Deutsche Akademie Villa Massimo Rom, 2004 Arbeitsaufenthalt in Buenos Aires/Argentinien, 2005 Artist in Residence APT Gallery London, 2009 Stipendium der Stiftung Kunstfonds Bonn, 2020 Falkenrot-Preis Berlin, 2020 Recherche-Stipendium des Berliner Senat, 2022 NEUSTART Projektförderung Modul C, 2022/23 Projektförderung Stiftung Kunstfonds Bonn „Pneumopteria“, zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland, Roland Boden lebt und arbeitet in Berlin.